giessform Atelier für Kommunikationsdesign GmbH
Brückfeldstrasse 21, CH-3012 Bern
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Jede Kultur unterscheidet sich von anderen durch die spezifischen Lösungen, die sie für bestimmte Probleme wählt. F. Trompenaars
Obwohl wir im »global village« miteinander kommunizieren, leben die Mitglieder der Weltengemeinschaft nach wie vor in ihren spezifischen Kulturen, die sie intensiv geprägt und deren Identität sie mitbestimmt haben. Die eigene Kultur gehört zum innersten Wesen eines Menschen, sie enthält Werte, Sichtweisen der Welt, Symbole und Rituale. Sie wird als so selbstverständlich erlebt, dass sie normalerweise nicht wahrgenommen wird. Die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz, im Alltag ist von der Kommunikation und dem Umgang mit Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen bestimmt. Das Gelingen einer konstruktiven Zusammenarbeit, die allen gerecht wird, hängt in hohem Maße von den Kompetenzen zur interkulturellen Kommunikation ab. Wir möchten in diesen zwei Tagen an praktischen Beispielen Lösungsansätze zum interkulturellen Dialog erfahrbar machen. Am ersten Tag werden wir anhand eines kulturellen Planspiels die Kulturmerkmale und Dimensionen erarbeiten. Die Kulturmerkmale und Dimensionen können als hilfreiches Raster dienen, kulturspezifische Verhaltensweisen wahrzunehmen. Sie helfen bei der groben Unterscheidung von kulturellen Eigenarten und bieten einen Rahmen für die Auseinandersetzung mit Kulturen. Wir unterscheiden sichtbare und unsichtbare Merkmale von Kulturen. Die Sichtbaren sind: Kleidung, Architektur, Nahrungszubereitung, Feste, Institutionen, sichtbares Verhalten, Umgangsformen, Symbole, Sprache, gelebte Praktiken, Rituale, und in der Kultur allgemein akzeptierten Helden (Vorbilder). Bei der Konfrontation mit einer fremden Kultur sind die Praktiken relativ offensichtlich, während die kulturellen Werte unsichtbar und den Mitgliedern der Kultur häufig auch nicht als kulturspezifische Werte bewusst sind. Zu den unsichtbaren Merkmalen zählen folgende Grundprobleme, mit denen sich jede Gesellschaft und Kultur immer wieder auseinandersetzt:
Das Verhältnis, die Beziehung zur Welt – Schicksal oder self made man – Vererbung oder Leistung (Mensch ist wertvoll weil er zu einer Familie gehört oder weil er etwas selbst etwas geleistet hat) – Ordnungen – Zeitwahrnehmung – Getrennt von der Natur oder ist eine Teil von ihr
Das Verhältnis des Individuums zur Autorität, zur Gruppe – Die Beziehung des Individuums zur Gruppe – Die Wahrnehmung von Maskulinität und Feminität – Die Art und Weise im Umgang mit Konflikten und Aggressionen – Ausdruck von Gefühlen (Neutralität und Emotionalität) – Umgang mit der Zeit – Sicherheit und Unsicherheit (Art und Weise wie mit Ungewissheit umgegangen wird) – Umgang mit Hierarchie | Status | Anerkennung – Umgang mit Macht – Körperlichkeit – Gesundheit und Krankheit – Regeln – Werte
…………. Die Grenzen meiner Sprache sind die
Grenzen meiner Welt. L. Wittgenstein
Kultur und Krankheit Alle Gesellschaften haben in irgendeiner Form ein medizinisches System. In diesem wird verstehend und handelnd der Umgang mit Gesundheit sowie Krankheit und Kranksein erklärt. Aus diesem Grund wird in keiner Kultur – auch nicht bei den Naturvölkern – Krankheit als unbefragtes Ereignis hingenommen. Die Art und Weise wie Krankheit vom Kranken erlebt und bewältigt wird ist kulturspezifisch. Zum Beispiel die Vorstellung, dass die Krankheit von aussen in den Körper eindringt. Dies aufgrund der ursprünglichen menschlichen Erfahrung der Verletzbarkeit unseres Körpers durch äussere Gewalteinwirkung bei der Arbeit oder im Kampf. Hierzu ein paar Redewendungen:
- Ich habe mir eine Krankheit aufgelesen
- Eine Grippe zugezogen
- Sich die Schwindsucht an den Hals geärgert
……… Verstanden aber ist das Fremde nur, wenn es in seiner Besonderheit unangetastet bleibt, respektiert wird und man sich zugleich durch die Begegnung verändern lässt. Sundermeier
Zusammenarbeit und Absichten
An diesen zwei Tagen nehmen wir ins Visier die Kulturen aus Ost- und Westeuropa, Sri Lanka und Südindien sowie von Afrika. Wir werden gemeinsam ganz allgemein die Kulturmerkmale erläutern und differenzieren, sowie Kulturirritationen und deren Mechanismen erlebbar machen. Im Weiteren werden wir Lösungsansätze erarbeiten im Umgang mit Migranten. Hierzu erarbeiten wir Analayseinstrumente, diese sollen Ihnen den Transfer Ihrer Erfahrungen in Ihren Berufsalltag erleichtern.
Am zweiten Tag werden wir Lösungen aufgrund Ihrer Fragen und Problemstellungen bei der IV suchen und zusätzlich über Ansichten von Krankheit in der jeweiligen Kultur referieren. Abgeschlossen wird das Seminar über die Reflektion der persönlichen Kulturstandarts.
Das Seminar soll genutzt werden können um zu erfahren, was ein interkultureller Dialog im eigenen Berufsfeld bedeuten kann. Aus diesem Grund erlauben wir uns allfällige zeitliche Änderungen während des Seminars anzupassen.
Ein Skript wird abgegeben, Quellen und weitere Informationen zur Thematik haben wir hier wie folgt zusammengestellt, weitere werden folgen
Lassen Sie sich inspirieren lassen?
Wir freuen uns auf das Kennenlernen und die Zusammenarbeit!
Bei allfälligen Fragen und Wünschen – einfach mailen
graeser(at)giessform.com
Herzlichst
Sabine Graeser und Frank Thissen
Migration und Welt
Weltkarte
Weltkarte und Krieg
Hinweise, Quellen und Literatur Internet
Statistik| Bevölkerung|Schweiz| Gesundheit
www.swissworld.org/de/bevoelkerung
www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/22/publ.html?publicationID=2773 www.suva.ch/home/suvapro/betr_gesundheitsfoerderung.htm
Religionen
www.nf-bildung.de/bassler/gemun.htm www.wdr.de/themen/homepages/hinduismus.jhtml
Hinduismus
de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus d
Der Balkan
de.wikipedia.org/wiki/Balkanhalbinsel
Orthodoxe Heilige
www.sokg.ch/index.php?id=155
Video
www.youtube.com
Macht Migration krank?
Die 5 Säulen der Identität nach Petzold
Entstehung von Gesundheit - Salutogenese
Literatur eine Auswahl
Bohm, David (1998). Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen. Stuttgart: Klett-Cotta. Buber, Martin (1994). Das dialogische Prinzip. 7. Aufl. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Hartkemeyer, Martina; Hartkemeyer, Johannes F. & Dhority, L. Freeman (1998). Miteinander Denken.
Das Geheimnis des Dialogs. Stuttgart: Klett-Cotta.
Hofsteede, Geert (2001). Lokales Denken, globales Handeln. 2. Aufl. München: Beck.
Maturana, Humberto R. & Varela, Francisco J. (1987).
Der Baum der Erkenntnis. Bern: Scherz. Mark Mazower, Der Balkan BVT Verlag
Sundermeier, Theo (1996). Den Fremden verstehen. Eine praktische Hermeneutik. Göttingen
Weiter – bilden?
Begegnung mit Migranten…. - Teil 2 www.giessform.com/komm